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Portrait de Maurice De VlaminckMaurice de Vlaminck wurde 1876 in Paris geboren, der Vater war ein flämischer Violinist und die Mutter Pianistin aus Lothringen. Er betätigte sich sehr schnell als antikonformer „Anführer“, der sich sämtliche Handlungen verbieten ließ.

Im Alter von etwa 15 Jahren haben seine Eltern ihm ein Fahrrad geschenkt, mit dem er das Land, die kleinen Dörfer, die Täler entdeckte, die ihn in allen Saisons inspirierten.

Später malt er diese Landschaften wie er sie sieht: Bewegung, Gemisch aus Farben.

Allerdings verdiente er nur schwer damit seinen Lebensunterhalt, zudem wurden seine ersten Ausstellungen sehr stark kritisiert. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, übte er deshalb mehrere Berufe aus: Mechaniker in einer Fahrradwerkstatt, er gab Violinenunterricht und spielte in mehreren Orchestern. Da er auch sportliche Fähigkeiten hatte, nahm er an den größten Fahrradwettbewerben teil (1897 partizipierte er am Wettbewerb Paris-Roubaix), er nahm ebenfalls an Regatten auf der Seine teil. Durch seine zahlreichen Siege verschaffte er sich eine gewisse Bekanntheit.

Zusammen mit Derain und Matisse, den er Anfang des 20. Jahrhunderts kennenlernte, war er Gründer des Fauvismus. 1905 nahm er am Salon d’Automne und am Salon des Indépendants teil. Er ist nun im „Käfig der Raubtiere“.

Ab 1914 wurde seine Malerei bekannter und er stellte in der ganzen Welt aus. Außerhalb der Malerei schrieb Maurice de Vlaminck auch etwa 20 Romane, Gedichte und Essais: D’un lit à l’autre (1902), Tout pour ça (1903), Âmes de mannequins (1907), Tournants dangereux (1929), le Ventre ouvert (1937), Portraits avant décès (1943), Paysage et personnages (1953). Er interessierte sich auch für Keramik.

1925 ließ er sich mit seiner Familie auf seinem Besitz in La Tourillière in Rueil-la-Gadelière nieder.
Er fuhr fort mit Bildern und Romanen, deren Motive er in der umliegenden Umgebung fand. Er entfernte sich nie weiter weg von seiner Heimat.

Viele Künstler haben ihn besucht, darunter kann man Bourvil, Joséphine Backer, Georges Simenon, Marcel Aymé, den Bildhauer Paul Belmondo nennen, der die Büste, die vor dem Rathaus von Rueil thront, schaffte.

Am 11. Oktober 1958 starb er in Rueil.